Station 2 - Oeversee

Unvergessen: der 6. Februar 1864

Südlich des Sankelmarker Sees liegt der Ort Oeversee. Noch heute heißt seine Hauptstraße "Stapelholmer Weg". Der Dorfkern wird von dem imposanten Kirchenbau des frühen 12. Jahrhunderts beherrscht. Er besitzt als besonderes Merkmal einen aus Feldsteinen gemauerten Rundturm, der dem Gotteshaus einen wehrhaften Charakter verleiht. An der Treenefurt des Ochsenweges lag es in strategisch wichtiger Position.
Die im Ursprung romanische Kirche ist dem Heiligen Georg - auch als St. Jürgen bekannt -, Beschützer der Pilger und Reisenden, geweiht. Vor der Reformation war sie nämlich als Pilgerkirche eine wichtige Anlaufstation auf dem Weg zu den heiligen Stätten der Christenheit in Rom und Santiago de Compostela in Nordwestspanien. Der Bau hat im Laufe der Zeit manche Umgestaltung erfahren. Hierüber informiert man sich in der Kirche selbst, die üblicherweise für Besucher geöffnet ist.
Die Geschichte von Oeversee ist stark durch die deutsch-dänischen Kriege geprägt. Bereits im ersten Waffengang 1848-50 kam es in der Nähe zu Kampfhandlungen. Hiervon zeugen noch Gräber von gefallenen hannoverschen und dänischen Soldaten auf dem alten Kirchhof. Den stärksten Eindruck hat aber das Gefecht nördlich des Ortes vom 6. Februar 1864 zwischen dänischen und österreichischen Heereseinheiten hinterlassen. Die Nachhut der dänischen Armee hatte hier eine Auffangstellung für die sich aus Richtung Schleswig vom Danewerk zurückziehenden Einheiten aufgebaut, um die bei eisigen Temperaturen ein heftiger Kampf entbrannte. Der Schriftsteller Theodor Fontane (1819 - 98) läßt seinen Bericht über die für beide Seiten verlustreiche Schlacht mit folgenden Worten enden: "Tiefe Stille ruhte auf der unheimlichen Stätte. Um dieselbe Stunde passirte auch ein preußisches Garderegiment, auf seinem Marsche nach Flensburg, das Schlachtfeld. Ein Soldat schrieb nach Haus: es war fast zu viel für mein junges Herz."
Im historischen Oeverseer Gasthof wurden seinerzeit Verwundete gepflegt. Bis heute findet zum Gedenken an den 6. Februar alljährlich der Oeversee-Marsch statt, weil sich damals Flensburger Bürger aufmachten, die Verwundeten beider Seiten ohne Ansehen ihrer Nationalität zu versorgen.
Besuchen Sie auch die Denkmäler nördlich des Ortes am Sankelmarker See und den archäologisch-landeskundlichen Arnkiel-Park in Munkwolstrup!

 

I centrum af Oversø befinder der sig en romansk kirke. Den er viet til St. Georg (St. Jørgen) og var et vigtigt sted for pilgrimme på deres vej til kristendommens hellige steder i Rom og Santiago de Compostela. I 1848 og 1864 fandt der i de dansk-tyske krige kamp-handlinger sted i nærheden, og faldne blev også begravet på kirkegården i Oversø.

 

Adressen & Infos

Gasthöfe, Restaurants & Hotels

  • Hotel Historischer Krug
    Am Grazer Platz
    24988 Oeversee
    Tel.:0 46 30 - 94 00
  • Gasthof Frörup
    Stapelholmer Weg 43
    24988 Oeversee
    Tel.:0 46 38 - 8 94 5 

Privatquartiere

  • Helga Holm
    Rodelbarg 5
    24988 Oeversee
    Tel.:0 46 30 -10 08
    Ferienwohnung bis 5 Pers.,
    Preis nach Absprache

Bike & Bahn

  • Tarp (3 km)
  • Flensburg (7 km)

Nächste Infostationen

  • Arnkiel-Park (2,1 km)
  • Treenetal bei Oeversee (2,7 km)

 

Gefecht
Der Ausschnitt zeigt eine Darstellung des Gefechts bei Oeversee zwischen Dänen und Österreichern am 06.02.1864

 

Denkmal
Denkmal für die bei Oeversee gefallenen österreichischen Soldaten vor dem Hintergrung des Sankelmarker Sees.