Station 14 - Hofwiese
Als die Nordsee kam
Zwischen Treia und Hollingstedt weitet sich das Treenetal zu einem breiteren Niederungsgebiet. Hier beginnt die südlich von Hollingstedt stärker ausgeprägte Drei-Flußlandschaft von Eider, Treene und Sorge. Ihr Kennzeichen sind die flachen Binnenmarschen mit inselartig eingelagerten kuppigen Erhebungen, den "Holmen".
Da die Niederungen nur knapp oberhalb des Meeresspiegelniveaus liegen, ist die Flußlandschaft vom Tidenhub der Nordsee beeinflußt. Seit dem Mittelalter baute man daher immer wieder Schleusen, die diesen Effekt mildern sollten. Auch hatte man die Flußniederungen bedeicht. Um diese Arbeiten kompetent ausführen zu können, war der Zuzug und die Ansiedelung von im Wasserbau erfahrenen Holländern von den Landesherren gefördert worden. Vorwiegend ihnen verdanken wir die Sicherung der Flußlandschaft gegen Überflutungen.
Denn seit der schweren Nordsee-Sturmflut von 1362 ("die große Manndränke"), mit der weite Teile der nordfriesischen Marsch verloren gegangen waren und die auch im Binnenland zu erheblichen Schäden geführt hatte, war buchstäblich kein Jahrhundert vergangen, in dem nicht weitere Fluten bedrohliche Zustände hervorgerufen hatten. So wurde es nötig, die Flußlandschaft im Zuge des 19. und 20. Jahrhunderts bis an den Treenelauf zwischen Treia und Hollingstedt zu bedeichen.
Heute stellt das Eider-Sperrwerk bei Friedrichstadt einen wirksamen Schutz gegen Sturmfluten dar. Infolge einer zunehmenden Versiegelung und Entwässerung der Landschaft drohen nun aber Hochwasser nach stärkeren Regenereignissen. Denn der Boden kann deutlich weniger als früher das Regenwasser speichern und gibt es infolgedessen sehr viel schneller an die Bäche und Flüsse ab. Somit behalten die Deiche auch weiterhin ihre Bedeutung.
Trenedalen mellem Treja og Hollingsted kendetegnes af ølignende bakker på indlandsmarsken.
Landskabet var her under indflydelse af Vesterhavets tidevand. På opfordring af de danske konger og slesvigske hertuger bosatte der sig her i Middelalderen hollændere med kendskab til vandog slusebygning. De hjalp med at forhindre oversvømmelser.
Adressen & Infos
Gasthöfe, Restaurants & Hotels
- Zur Doppeleiche
Schlott 2
24876 Hollingstedt
Tel.: 0 46 27 - 3 53 - Osterkrug
Treene 30
24896 Treia
Tel.: 0 46 26 - 5 50 - Hansens Gasthof
Hauptstraße 12
24887 Silberstedt
Tel.: 0 46 26 - 6 76 - Friesen-Pesel
Hauptstraße 3 d
24887 Silberstedt
Tel.: 0 46 26 - 5 86
(Bitte erfragen Sie die Öffnungszeiten!)
Privatquartiere
- Pension Röh
24887 Silberstedt-Holm
Tel.: 0 46 26 - 2 40
Ü/Fr. p.P. DZ ab 20,00 Euro;
Ferienwohnungen mit Frühstück
Preis nach Absprache
Bike & Bahn
- Jübek (ca. 13 km)
- Schleswig (ca. 17 km)
Nächste Infostationen
- Holm (1,3 km)
- Hollingstedt (4,3 km)

Früher war es die Nordsee, deren Hochwasserrückstau zu Überflutungen führte, heute sind es die versiegelten Flächen, die denRegen zu schnell ableiten.

Mit einer Höhe nur knapp über dem Meeresspiegel (grüne Bereiche) liegt Hofwiese im Überflutungsbereich.

