Station 13 - Holm

Eiszeit - Eisenbahn - Einsamkeit

Südlich von Treia streicht der Stapelholmer Weg auf den Höhen des östlichen Treeneufers entlang. Man trifft hier auf die kleine, beschauliche Ansiedlung Holm, die zu Silberstedt gehört. Für wenige Jahre im vorletzten Jahrhundert war diese aus ihrem ländlichen Dornröschenschlaf gerissen worden, als man 1854 die von Schleswig über Ohrstedt nach Husum führende Eisenbahn-Trasse gebaut hatte. 1869 war sie aber mangels wirtschaftlichem Nutzen wieder abgebaut worden.

Südlich von Treia beginnt das ausgedehnte Niederungsgebiet der Dreiflußlandschaft Eider - Treene - Sorge. Sie hat ihren Ursprung bereits in der vorletzten Eiszeit, der sogenannten Saale-Eiszeit vor über 130.000 Jahren. Diese Eiszeit hatte während ihrer Höchststände eine Ausdehnung bis zu den deutschen Mittelgebirgen und hinterließ bei ihrem Rückzug zahlreiche Moränenlandschaften. Zur letzten Eiszeit (sog. Weichsel-Eiszeit), deren Ende etwa vor 12.000 Jahren lag, erreichte der nordeuropäische Eispanzer nicht mehr die Ausdehnung der vorangegangenen Kaltzeit.
Durch die weichseleiszeitlichen Abschmelzvorgänge wurden aber in Schleswig-Holstein die älteren Ablagerungen - man spricht auch von "Altmoränen" - stark verschliffen. Sie ragen daher bisweilen inselartig aus den Niederungsgebieten der flachen Geest heraus. In der Eider - Treene - Sorge -Region nennt man sie "Holme". Sie sind ein Merkmal der "Hohen Geest".
Die Altmoränen sind durch nahezu identische ökologische Verhältnisse wie die Jungmoränen des östlichen Hügellandes geprägt. In ihren Bereichen finden sich daher standortgerechte Laubwälder und Knicks als Ausdruck gleicher landschaftlicher Verhältnisse.

 

Syd for Treja følger Stapelholm-vejen bakkerne på den østlige Trenedal. Her begynder den store sænkning med de 3 floder Ejderen, Trenen og Sorg, hvori der findes kuperede "øer", såkaldte holme. De opstod i den forrige istid for ca. 130.000 år siden og blev under den sidste istid stærkt eroderet af smeltevandet. I 1854 førte Slesvig-Husum-jernbanen, der dog blev nedrevet få år senere, forbi landsbyen Holm.
zeigt die Lage der Siedlung Holm auf dem südwestlichen Ausläufer einer Altmoräne (rotbraun). Die Jungmoränen der Weich-sel- Eiszeit sind dunkelbraun, die Sander gelb dargestellt.

 

Adressen & Infos

Gasthöfe, Restaurants & Hotels

  • Osterkrug
    Treene 30
    24896 Treia
    Tel.: 0 46 26 - 5 50
  • Hansens Gasthof
    Hauptstraße 12
    24887 Silberstedt
    Tel.: 0 46 26 - 6 76
  • Friesen-Pesel
    Hauptstraße 3 d
    24887 Silberstedt
    Tel.: 0 46 26 - 5 86

    (Bitte erfragen Sie die Öffungszeiten!)

Privatquartiere

  • H. u. I. Avermeyer
    Buchenweg 20
    24896 Treia
    Tel.: 0 46 26 - 10 24
    Ferienwohnung bis 5 Pers.
    Preis nach Absprache
  • Pension Röh
    24887 Silberstedt-Holm
    Tel.: 0 46 26 - 2 40
    Ü/Fr. p.P. DZ ab 20,00 Euro;
    Ferienwohnungen mit Frühstück
    Preis nach Absprache

Bike & Bahn

  • Jübek (ca. 12 km)
  • Schleswig (ca. 16 km)
  • Husum (ca. 20 km)

Nächste Infostationen

  • Treia Exkurs (3,8 km)
  • Hofwiese (1,3 km)

 

Karte
15 Jahre lang (1854 - 1869) führte die EIsenbahnlinie Husum-Schleswig durch die beschauliche Siedlung Holm, wie auf dieser Karte von 1858 dargestellt.

 

Karte
Dieser vereinfachte Ausschnitt aus der geologischen Karte Schleswig-Holsteins zeigt die Lage der Siedlung Holm auf dem südwestlichen Ausläufer einer Altmoräne (rotbraun). Die Jungmoränen der Weichsel-Eiszeit sind dunkelbraun, die Sander gelb dargestellt.