Station 11 - Sollbrück

Mehrmals hart umkämpft

Treenefurten von größerer Bedeutung lagen bei Sollerup (Hünning) und Sollbrück. Noch heute ist der über Sollbrück und Jübek in Richtung Süderbrarup führende Altweg im modernen Verkehrsnetz spürbar. Er gehört zu den fünf historischen Angelbowegen, die östlich in die Landschaft Angeln führten. Nach Westen setzten sie ihren Lauf als "Freesenwege" in Richtung Nordfriesland fort.
Südlich von Sollbrück liegt am westlichen Treeneufer, unmittelbar gegenüber dem Dorf Esperstoft, der Hof Harenburg. Er leitet seinen Namen von einer Burg ab, die sich in unmittelbarer Nähe befand. Es handelte sich um eine sogenannte Turmhügelburg. Sie wurde 1415 von König Erich von Pommern errichtet, aber schon ein Jahr später durch die Friesen zerstört.
Turmhügelburgen dienten überwiegend dem niederen Adel als Sitz. Noch heute lassen sich in Schleswig-Holstein ca. 450 Standorte von Turmhügelburgen lokalisieren. Zur besseren Verteidigung baute man diese häufig in Feuchtgebiete hinein, indem man auf befestigtem Untergrund einen Hügel auftürmte, auf dem dann ein zwei bis dreigeschossiger Turm errichtete wurde. Die ganze Anlage wurde schließlich von Palisade und Wassergraben eingefaßt.
Bereits fünf Jahre vor der Errichtung der Harenburg war die Umgebung hart umkämpft gewesen. Am 12. August 1410 lieferten sich im damaligen Heidegebiet zwischen Sollerup, Jörl und Eggebek ein dänisches und ein herzögliches Heer eine erbitterte Schlacht, die mit einer Niederlage der Dänen endete.
Auch im 19. Jahrhundert wurde bei Sollbrück gekämpft. Im Zuge der Schlacht von Idstedt hatte es im Juli 1850 ein Gefecht schleswig-holsteinischer und anrückender dänischer Einheiten gegeben. Hiervon zeugen noch zwei in den Giebel der Sollbrücker Gastwirtschaft eingemauerte Kanonenkugeln. Eine weitere wurde als Geländerknopf in den Treppenaufgang der Diele integriert. Die Schlacht von Idstedt wurde von der dänischen Armee gewonnen, und Schleswig-Holstein kam so von 1850 - 1864 unter die dänische Krone.

 

I Sollbrück befandt der sig en af landets 450 middelalderlige borger ("chatteau au motte").
I de fleste tilfælde bestod disse af et 2 - 3 etagers tårn, som var omgivet af træpalisader samt en vandgrav og stod på en kunstig anlagt høj. I 1850 blev der under Slaget ved Isted også kæmpet i Sollbrück. Til minde herom har man indmuret 2 kanonkugler i gavlen på Sollbrück kro.

 

Adressen & Infos

Gasthöfe, Restaurants & Hotels

  • Gaststätte Görrissen
    Alte Landstraße 1
    24852 Sollbrück
    Tel.: 0 46 25 - 2 02
  • Landgasthaus Sollerup
    Dorfstraße 11
    24852 Sollerup
    Tel.: 0 46 25 - 18 95 93
  • "Kiek In" Hotel Goos
    Große Straße 92
    24855 Jübek
    Tel.: 0 46 25 - 8 22 20
     
    (Bitte erfragen Sie die Öffnungszeiten!)

Privatquartiere

  • RenateWolf
    Norderstraße 13
    24855 Jübek
    Tel.: 0 46 25 - 13 81
    Ü/Fr. p.P. DZ ab 17,00 Euro

Bike & Bahn

  • Jübek (6,5 km)

Nächste Infostationen

  • Sollerup Exkurs (2,8 km)
  • Treia Exkurs (6,5 km)

 

Kanonenkugel
Diese Kanonenkugel aus dem deutsch-dänischen Krieg finden Sie im Treppenhaus der Gaststätte Sollbrück.

 

Turmhügelburg
Ähnlich dieser Rekonstruktion einer Turmhügelburg könnte die Burg bei Sollbrück ausgesehen haben.